Die Geschichte des Treppenlifts

Soweit man heute weiß beginnt die Geschichte des Treppenlifts mit dem englischen König Heinrich VIII. Davon geht zumindest der englische Historiker, Fernseh- und Radiomoderator sowie Experte für die Tudor-Zeit David Starkey aus. Bei Recherchen zu seinen Arbeiten stieß er im Jahr 2009 auf erste Aufzeichnungen aus der Renaissance, die einen Treppenlift beschreiben. Dieser soll im Whitehall Palast, der damaligen Hauptresidenz des britischen Monarchen in London gestanden haben.

 

 

Heinrich der 8. König von England

Heinrich der VIII. wurde 1491 in Greenwich geboren und war von 1509 bis 1547 König von England. In seiner Jugend soll er ein athletischer und charismatischer Mann gewesen sein. Im Alter von 45 Jahren stürzte er jedoch bei einem Turnier von seinem Pferd. Dabei zog er sich eine Oberschenkelverletzung zu, unter deren Folgen er bis zu seinem Tod zehn Jahre später litt.

Da er nach der Verletzung nicht mehr reiten oder sich anderweitig sportlich betätigen konnte, nahm König Heinrich stark zu. Das belegen nicht nur alte Aufzeichnungen, sondern auch seine bis heute erhaltenen Rüstungen eindrucksvoll. Kurz vor seinem Tod soll er 160 Kilogramm gewogen haben und neben einem verstärkten Bett sowie drei Rollstühlen auch über den besagten Treppenlift als Hilfsmittel verfügt haben. Angetrieben wurde sein Treppenlift natürlich nicht von einem Motor, sondern über Flaschenzüge durch die Kraft seiner Bediensteten.

Wie so oft in der Geschichte der Erfindungen war auch der Treppenlift von Heinrich VIII. ein Unikat, das sich nur sehr betuchte Menschen anfertigen lassen konnten und das sich in dieser Form natürlich nicht etabliert hat.

 

Das erste Treppenlift-Patent

Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das erste Patent für einen „Krankenstuhl mit Fahrbahn für den Einsatz auf Treppen“ von Frederick Muffett angemeldet. Muffett war ein Tischler und Kneipenwirt in der englischen Ortschaft Tunbridge Wells. Außer dem Patent gibt es allerdings keine Belege für einen von ihm gebauten Treppenlift. Ob er seine Idee des Treppenlifts also jemals wirklich in die Tat umgesetzt hat ist fraglich.

 

Der Inclinator

Den ersten motorbetriebenen Treppenlift der Welt hat, soweit man weiß, ein findiger Unternehmer und Entwickler aus Pennsylvania im Jahr 1920 gebaut. Der Amerikaner C. C. Crispen installierte einen ersten funktionierenden Treppenlift im Hause eines Freundes, dem er damit zu mehr Mobilität verhelfen wollte.

Dieser erste Lift, den er „Inclinator“ nannte, funktionierte so gut, dass Crispen ein serienreifes und marktfertiges Produkt daraus machte. Schon vier Jahre später wurde ein Inclinator im Showroom der Philadelphia Electric Company ausgestellt und es folgte wenige Jahre später die Gründung des ersten Unternehmens, das Treppenlifte für den breiten Markt herstellte: Die „Inclinator Company of America“.

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Der Treppenlift in den Medien

Zu den frühen Kunden gehörten viele an Kinderlähmung erkrankte Menschen, aber auch einige Prominente der damaligen Zeit, wie beispielsweise der Erfinder Thomas Edison, der Unternehmer John D. Rockerfeller, die Begründer der Automobilhersteller Henry Ford und Walter Chrysler, Kodak-Gründer George Eastman sowie der Entertainer Groucho Marx.

Zum Durchbruch verhalf dem Treppenlift zudem die Präsenz in den Medien. Sein Hollywood-Debut feierte der Treppenlift 1947 an der Seite von Loretta Young in dem Schwarzweißfilm „Die Farmerstochter“. Auch in Billy Wilders Film „Zeugin der Anklage“ hatte der Treppenlift einen großen Auftritt.

Aufgrund des großen Erfolgs des Inclinators wurde die Produktpalette schnell erweitert. In der Komödie „Ich bin noch zu haben“ von Jerry Lewis und Mel Brooks von 1961 ist ein Plattform-Senkrechtaufzug der Inclinator Company of America zu sehen.

 

Technische Weiterentwicklungen

In Europa wurde der erste kommerzielle Treppenaufzug 1962 von der niederländischen Firma Jan Hamer & Co angeboten, in Deutschland führte HIRO LIFT 1977 den Treppenaufzug am Markt ein. Gab es Anfangs noch viele unterschiedliche Antriebsarten, wie beispielsweise kettenbetriebene Treppenaufzüge oder sogenannte „Schnecke-Segment“-Anlagen (Titelbild), so haben sich heutzutage bei den Schrägaufzügen hauptsächlich zwei Antriebsarten durchgesetzt: Der insbesondere für gerade verlaufende Fahrbahnen praktische Zahnstangenantrieb sowie der von HIRO LIFT Anfang der 90er Jahre patentierte Traktionsantrieb, der oft bei kurvigen Fahrbahnverläufen zum Einsatz kommt und für mehr Laufruhe sorgt.

Neben dem Traktionsantrieb ist der mittlerweile standardmäßige Einsatz von Akkus ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Schrägaufzüge. Bereits Ende der 80er Jahre fanden leistungsfähige Akkus Einsatz in den Treppenaufzügen von HIRO LIFT. Damit wurde nicht nur das Schleppkabel überflüssig, das auf der Anlage unten noch zu sehen ist. Die Batterien stellten auch den Betrieb der Anlagen bei Stromausfall sicher.

 

Rollstuhl-Schrägaufzug mit Schnecke-Segmentantrieb und Schleppkabel
Das Bild oben zeigt einen Rollstuhl-Schrägaufzug von HIRO LIFT aus den 80er Jahren,
das Titelbild einen Sitzlift etwa aus der gleichen Zeit.
Beide Anlagen nutzen den damals noch häufig eingesetzten Schnecke-Segment-Antrieb.

 

Anschrift

HIRO LIFT GmbH
Verwaltung & Produktion
Meller Straße 6
33613 Bielefeld

HIRO LIFT GmbH
Standort Mitte
Boulevard 9-11
33612 Bielefeld

Hotline: 0800 544 22 22 (kostenlos)
E-Mail: personal@hiro.de

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